A Christian-Muslim Dialog and Apologetic

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Geschichte des Qorans

Theodor Nldeke

Zweite Auflage
bearbeitet

Friedrich Schwally

Erster Teil
ber den Ursprung des Qorans

Leipzig


Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung
Theodor Weicher
1909

Inhalt.


Erster Teil.

ber den Ursprung des Qorans.

1. ber Muhammeds Prophetie und Offenbarungen.

A. Muhammeds als Prophet. Die Quellen seiner Lehre.

Begriff der Prophetie. Art der prophetischen Begabung Muhammeds. Jdische und christliche Einflsse. Schriftliche und mndliche Quellen. Die Verbreitung der Lese- und Schreibekunst im alten Arabien. Verhltnis Muhammeds zu Zaid b. 'Amr und Umayya b. abi Salt. Heidnischer Einschlag im Islam. Das persnliche Element von Muhammeds Religionsstiftung...... S. 1-20
 

B. ber die Offenbarungen Muhammeds.

Verschiedene Arten derselben. Psychogene Erregungszustnde. Der angebliche Mentor des Propheten. Dahya. Lnge der Offenbarungen. Namen derselben. Stil. Reim. Refrain. Wortspiele. Strophenbau. Schriftliche Aufzeichnung der Qoranstcke. Zustze und andere Vernderungen die von Muhammed selbst ausgehen. Die sieben Ahruf Lesarten. Aufhebung von Offenbarungen. Die Originalitt des Qorans und sein Yerhltnis zu den Offenbarungen des Propheten Maslama ...... S. 20-57

2. ber den Ursprung der einzelnen Teile des Qorans.

Hilfsmittel zur chronologischen Bestimmung der Suren. berlieferte chronologischen Listen derselben ...... S.58-65

A. Die einzelnen Teile unseres jetzigen Qorans.

a) Die mekkanischen Suren.


Allgemeine Zeitbestimmung derselben. Ihr Inhalt und Charakter. Einteilung dieser Suren nach W. Muir, H. Grimme und H. Hirschfeld ....... S. 66-74

Die Suren der ersten Periode.

Allgemeines Schwurformeln am Anfang vieler Suren Betrachtung von Sur. 96. 74. 111. 106. 108. 104. 107. 102 105. 92. 90. 94. 93. 97. 86. 91. 80. 68. 87. 73. 103. 85. 73. 101. 99. 82. 81. 53. 84. 100. 79. 77. 78. 88. 89. 75. 83 69. 51. 52. 56. 70. 55. 112. 109. 113. 114. 1 ...S. 74-117

Die Suren der zweiten Periode.

Allgemeines, Der Gottesname Rahman. Betrachtung von Sur. 54. 37. 71. 76. 44. 50. 20. 26. 15. 19. 38. 36. 43. 72. 67. 23. 21. 25. 17. 27. 18. S. 117-143

Die Suren der dritten Periode.

Allgemeines. Betrachtung von Sur. 32, 41, 45, 16, 30, 11, 14, 12, 40, 28, 39, 29, 31, 42, 10, 34, 35, 7, 46, 6, 13........S 143-164

b) Die medinischen Suren.

Allgemeines. Politische und religise Zustnde in Yatrib vor der Higra. Die heidnische Bevlkerung und die jdischen Stmme. Beispielloser Erfolg der islamischen Propaganda in dieser Stadt. Die "Wankelmtigen" (Munafiqun). Inhalt und Stil der medinischen Suren. Betrachtung von Sur. 2. 98.64. 62. 8. 47. 3. 61. 57. 4. 65. 59 33. 63. 24. 58. 22. 48. 66. 60. 110. 49. 9. 5 S. 164-234

B. Die im Qoran nicht erhaltenen Offenbarungen Muhammeds.

Texte bersetzungen und Varianten. Unterscheidungsmerkmale zwischen qoranischen und ausserqoranischen Offenbarungen ..... S. 234-26l


Index der behandelten Suren.


Vorrede des Verfassers der ersten Auflage zur zweiten Auflage.

Im Jahre 1898 berraschte mich der Herr Verleger mit der Anfrage, ob ich eine zweite Auflage meines Buches "Geschichte des Qorans" herstellen wolle, oder aber, falls ich dazu nicht geneigt sei, einen Gelehrten nennen knne, dem man die Neubearbeitung des Buches anvertrauen drfe. Da ich aus verschiedenen Grnden nicht daran denken konnte, dem Werk eine solche Gestalt zu geben, die mich selbst einigermassen befriedigen wrde, schlug ich nach kurzem Bedenken meinen alten Schler und Freund, Professor Schwally, fr die Arbeit vor, und dieser erklrte sich auch dazu bereit. Er hat dann das Buch, das ich vor einem halben Jahrhundert rasch vollendet hatte, so weit mglich, den heutigen Anforderungen angepasst. Ich sage "so weit mglich", denn die Spuren der jugendlichen Keckheit liessen sich nicht ganz verwischen, wenn nicht ein ganz anderes Werk entstehen sollte. Gar manches, was ich damals mit mehr oder weniger grosser Sicherheit lungestellt hatte, ist mir spter recht unsicher geworden.

Ich hatte in mein Handexemplar gelegentlich ohne Konsequenz einzelne Notizen geschrieben, die Schwally benutzen konnte. Von dem, was jetzt gedruckt vorliegt, habe ich eine Korrektur gelesen; dabei habe ich allerlei Randbemerkungen gemacht und es ihm berlassen, sie zu bercksichtigen oder nicht. Aber ich habe alles Einzelne nachgeprft und nicht etwa solche Untersuchungen angestellt als ob es sich um eine von mir selbst vorgenommene vollstndige Durcharbeitung handelte. So hat die zweite Auflage zwar den Vorzug, Resultate zweier Forscher zu geben, aber auch die Schwche, dass die Verantwortung fr sie eine geteilte ist.

Ob es mir mglich sein wird, vom zweiten Teil auch nur eine Korrektur zu lesen, steht dahin, da mir die zunehmende Schwche meiner Augen alles Lesen immer mhsamer macht.

Herrenalb (Wrttemberg) im August 1909

Th. Nldeke.


Vorrede des Bearbeiters.

Als ich mit dem ehrenvollen Auftrage betraut wurde, von Th. Nldeke's Geschichte des Qorans eine zweite Auflage vorzubereiten, war es mir keinen Augenblick zweifelhaft, dass diesem in der wissenschaftlichen Welt als standard work angesehen. Buche gegenber die Neubearbeitung mit grsster Behutsamkeit vorgehen msse. Obwohl es weit leichter gewesen wre, unter Benutzung der ersten Auflage ein ganz neues Buch zu schreiben, hielt ich mich dazu nicht fr befugt sondern war vielmehr bestrebt, den Text durch mglichst geringe Eingriffe mit dem gegenwrtigen Stand der Forschung in Einklang zu bringen. Nur wo mit solchen Mitteln nicht zu helfen war, entschloss ich mich zu radikalen Umgestaltungen oder zu grsseren Zustzen Trotz dieses konservativen Verfahrens ist allein der Umfang des vorliegenden ersten Teiles um 5 Bogen gewachsen Die Abweichungen der neuen Auflage von der ersten usserlich kenntlich zu machen, erwies sich bei der eben dargelegten Bearbeitungsweise als unmglich.

Die Auseinandersetzungen mit Muir, Sprenger und Weil habe ich fast alle stehen gelassen. Wenn auch der Standpunkt dieser Gelehrten jetzt vielfach berholt ist, so sind doch ihre Forschungen von epochemachender Bedeutung. Aus den letzten 4 Jahrzehnten gibt es ber die Entstehung des Qorans verhltnismssig wenig Arbeiten, und noch viel geringer ist die Zahl der wertvollen Publikationen. Sollte von diesen etwas Wesentliches bergangen sein, so ist es ohne Absicht geschehen.

Die arabischen Traditionswerke sind im allgemeinen nach Bchern. Kapiteln und (oder) Paragraphen zitiert. Wenn die Abschnitte allzu umfangreich waren, musste Band- und Seitenzahl einer bestimmten Ausgabe beigefgt werden. Es ist schade, dass sich in der Hadit-Literatur nicht eine feste Paginierung wie im Talmud eingebrgert hat.

Fr zahlreiche Ratschlge und Berichtigungen bin ich ausser dem Verfasser der ersten Auflage, meinem teuren Lehrer Th. Nldeke, zu besonderem Danke verbunden den beiden Gelehrten, welchen dieses Buch gewidmet werden durfte, meinen hochverehrten Freunden Prof. Dr. I. Goldziher in Budapest und Regierungsrat Prof. Dr. C. Snouck Hurgronje in Leiden. Erst nachdem mein Manuskript vollendet war, haben mir, auf meine Bitte, Th. Nldeke und I. Goldziher ihre Handexemplare einige Tage zur Verfgung gestellt.

Die Kniglich Preussische Akademie der Wissenschaften und das Groherzoglich Hessische Staatsministerium haben mir die Mittel bewilligt, um in Kairo, dieser Hochburg muhammedanischer Gelehrsamkeit, qoranwissenschaftliche Studien zu betreiben, wofr ich auch hier meinen ehrerbietigsten Dank ausspreche.

Die Bearbeitung hat sich sehr lange hingezogen, weil ich, unter der Last anderer literarischer Aufgaben und einer vielseitigen Lehrttigkeit, mich der Qoranforschung nur mit grossen Unterbrechungen widmen konnte. Die Drucklegung, welche im Frhjahr 1908 begonnen hatte, musste ich wegen einer unaufschiebbaren Studienreise nach der Trkei ein halbes Jahr lang einstellen.

Der zweite Teil, einschliesslich der literarischen Einleitung, soll im nchsten Jahre erscheinen. Die Vorarbeiten zum dritten Teil sind an einem wichtigen Punkte ins Stocken geraten, da es mir noch nicht mglich war, die in den Bibliotheken von Paris, London und Petersburg aufbewahrten alten Qoranhandschriften zu untersuchen. Bei meinem vorjhrigen Aufenthalt in Konstantinopel wurde nur von solchen Codices leider nichts zugnglich. Doch habe ich die begrndete Hoffnung, auch diese, seither allzu ngstlich gehteten, Schtze bald zu Gesicht zu bekommen.

Giessen 27. August 1909.

Fr. Schwally.


Bcher geschrieben von Theodor Nldeke
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